Warum ich mich vom Status bei Hotels verabschiede

In den vergangenen Jahren war ich im Besitz von diversen Status Stufen in den großen Hotel Kundenbindungsprogrammen von Hyatt, Hilton und IHG. Warum ich mich jetzt allerdings von diesen verabschiede will ich Euch in diesem kurzen Beitrag erklären.


Status ade

Wie ich bereits in einem älteren Beitrag von mir berichtet habe lohnen sich Kundenbindungsprogramme bei Hotels nicht für jederman (Kundenbindungsprogramme – Nützlich für jedermann?). Bis Anfang diesen Jahres besaß ich entweder den Top Status, oder aber den zweithöchsten Status in den Programmen von Hyatt, Hilton und IHG. Dies hat natürlich dafür gesorgt das ich bei meinen Aufenthalten das Frühstück umsonst bekam, Zimmer Upgrades genehmigt wurden oder ich Zutritt zu den Executive Lounges der jeweiligen Hotels bekam.

Der Grund warum ich dieses Jahr nicht mehr im Besitz eines hohen Status in einem der erwähnten Programme bin ist ganz einfach: Ich habe das letzte Jahr zu wenig Nächte in Hotels verbracht. Bei den meisten Programmen benötigt Ihr 20 bis 30 Stays oder Nights um den zweithöchsten Status zu erreichen. Erst ab diesem Status bekommt Ihr die Vorteile wie kostenfreies Frühstück, Upgrades etc. Hinzu kommt das einige Programme, wie das zum Beispiel von Hyatt, Ihre Anforderungen zum Erreichen der Stufen erhöht haben.

Hyatt Suite


Vorteile des Status

Das ich in den Stufen gefallen bin, und somit nicht mehr einen Top Status besitze, ist absolut fair und nichts worüber ich mich jetzt ausheulen will. Ich habe die Anforderungen nicht geschafft, somit ist es vollkommen legitim das ich dadurch keinen Anspruch mehr darauf habe. Durch diese Situation ist mir allerdings aufgefallen das ich die Vorteile, die ich durch den jeweiligen Status erhalten habe, nicht wirklich vermissen werde. Nehmen wir zum Beispiel den Vorteil des kostenfreien Frühstück. Zum einen frühstücke ich selten bis garnicht. Zum anderen wird bei Hotels die ich berufliche nutze das Frühstück sowieso mitgebucht. Dieser Vorteil fällt also höchstens bei einer Reise mit Partnerin auf, aber dann kann ich ja einfach das Frühstück hinzubuchen oder vor Ort irgendwo frühstücken.

Ein weiterer Vorteil waren die „garantieren“ Upgrades. Diese beinhalten ein Upgrade, je nach Verfügbarkeit, auf die nächsthöhere Kategorie. Suiten war dabei ausgeschlossen. Bei Hyatt hatte ich als Diamond noch vier Suite Upgrades, und diese waren echt toll nutzbar, aber ich muss nicht immer eine Suite bewohnen. Größtenteils war es eh ein Upgrade von der billigsten Kategorie auf die nächst höhere. Der Unterschied zum gebuchten Hotelzimmer kann da schon manchmal sehr minimal sein. Somit werde ich diesen Status Vorteil ebenfalls nicht sehr vermissen.

Zugang zu den Executive Lounges der jeweiligen Hotels ist da schon eher etwas das ich gerne genutzt habe. Es ist immer vom Vorteil sich in eine ruhige Umgebung zu begeben und dabei ein kostenfreies Getränk zu genießen. Allerdings war ich nie ein wirklicher „Maximierer“, somit hat sich die Nutzung dieses Vorteils auch in Grenzen gehalten. Jetzt werde ich mich halt im Supermarkt um die Ecke mit Getränken eindecken und mir einen ruhigen Platz innerhalb, oder sogar außerhalb, des Hotels suchen. Also ebenfalls ein Status Vorteil der nicht stark ins Gewicht fällt.


Fazit und Ausblick

Ich muss zugeben das ich öfters mal ein Hotel gebucht habe nur mit dem Hintergrund im Kopf das ich es ja für die Requalifierzung benötige. Damit habe ich auch öfters eine bewußt höhere Rate in Kauf genommen als in anderen Hotels. Natürlich ist das Sammeln von Meilen und Punkten eine Leidenschaft die man schwer nachgeben kann. Punkte werde ich aber weiterhin sammeln für Übernachtungen in Hotels der großen Marken.

Kundenbindungsprogramme

Wie geht es bei mir jetzt weiter? Ab jetzt an werde ich mir die Hotels nach Preis, Ausstattung und Umgebung aussuchen. Und das unabhängig von der Hotelkette. Je nach Promotion werde ich natürlich auch wieder Hilton oder Hyatt in Betracht ziehen. Schließlich haben mir die Punkte in der Vergangenheit schon freie Hotelnächte, Suite Upgrades oder Points & Cash Raten beschert. Allerdings entfällt bei mir jetzt der „Druck“ der Status Requalifizierung. Sollte sich mein Reiseverhalten in der Zukunft ändern werde ich natürlich erneut abschätzen ob sich ein Status nicht wieder lohnen würde. Hinzu kommt ja auch noch die Möglichkeit bei Hilton mit der hauseigenen Kreditkarte automatisch den Gold Status zu erhalten. Momentan fokusiere ich mich aber lieber auf meinen Vielfliegerstatus und investiere in deren Verlängerung.

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