Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger: Einleitung

Mit einem ADS-B Empfänger ist es möglich Positionen von Flugzeugen in der Luft zu empfangen. Diese können dann unter anderem bei den großen Flugradar Webseiten eingespeist werden. Oder aber Ihr installiert Euch Euren eigenen Server. All dies und viel mehr will ich Euch in der Reihe „Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger“ beibringen.


Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger: Worum geht’s?

Jeder von Euch kennt bestimmt die großen Flugradar Webseiten wie www.flightradar24.com oder www.flightaware.com. Wie genau diese Webseiten funktionieren hatte ich vor einer Weile mal in einem Blog Beitrag bei reisetopia.de erklärt:

Wie Flightradar24 und Flightaware funktionieren

Um es noch einmal kurz zusammen zu fassen: Primär werden die Positionen der Flugzeuge mit dem sogenannten Automatic dependent surveillance-broadcast (kurz ADS-B) empfangen. Über 70 Prozent der Flugzeuge weltweit sind mit so einem Transponder ausgestattet. Dieses Signal übermittelt Daten wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Flugnummer, Flugzeugtyp und weiteres. Da dieses Signal unverschlüsselt gesendet wird kann es von jedermann auch frei empfangen werden. Das machen sich die Webseiten unter anderem auch zum Nutzen indem sie entweder Empfänger kostenfrei verschicken, oder aber die Einspeisung von Daten aus selbstgebauten Empfängern zulassen. Je mehr Empfänger vorhanden sind, um so genauer natürlich die Aufzeichnung. Als Gegenleistung für die Einspeisung Eurer Daten erhaltet Ihr übrigens eine sehr interessante Gegenleistung.


Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger: Kosten und Aufwand

Wieviel Ihr für das ganze Projekt Selbstbau eines ADS-B Empfänger aufbringen wollt ist ganz Euch überlassen. Mit dem Aufwand steigen natürlich auch die Kosten. Folgende Szenarien sind möglich:

  • Ihr bewerbt Euch auf der Webseite für einen Empfänger. Werdet Ihr angenommen wird Euch dieser kostenfrei zugesendet. Diesen müsst Ihr nur noch kurz in Betrieb nehmen. Kosten: Nur Strom für den Empfänger
  • Ihr nutzt Euren bereits vorhandenen Windows oder Linux PC (oder ein Notebook). Dann benötigt Ihr nur noch die Hardware für den Empfänger und müsst diesen dann installieren. Kosten: Strom für den PC, Empfänger zwischen 8 und 15 Euro
  • Ihr „baut“ Euch einen extra Computer in Form eines Raspberry Pi der nur für den ADS-B Empfang genutzt wird. Dafür müsst ihr gegebenenfalls einen Raspberry Pi mit Zubehör zulegen, sowie die Hardware für den Empfänger. Kosten: Strom für Raspberry Pi, Empfänger zwischen 8 und 15 Euro, Raspberry Pi zwischen 25 und 60 Euro (je nach Austattung)
  • Wollt Ihr die Antenne für den Empfänger ersetzen, so kostet dieses je nach Selbstbau zwischen 5 und 25 Euro

Installation und Zusammenbau sind auch für den Anfänger in unter einer Stunde erledigt. Der größte Zeitaufwand geht für den Bau einer eigenen Antenne drauf. Aber selbst mit der mitglieferten Antenne könnt Ihr schon erste Ergebnisse aufzeigen. In meinem nächsten Beitrag zur Reihe gehe ich auf die verschiedenen „Hardware Pakete“ ein. Dort werde ich Euch dann auch verschiedene Versionen  für jeden Geldbeutel vorstellen. Von „so billig wie möglich“ bis zum „Sorglos Paket“.


Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger: Verwendung

Mit einem ADS-B Empfänger sind besonders zwei Verwendungen interessant. Entweder wir nutzen diesen zur Einspeisung von Daten bei einem der großen Flugradar Webseiten, oder wir installieren uns unseren eigenen Flugradar Server. Primär geht es in dieser Reihe um die Einspeisung der Daten bei Webseiten wie Flugradar24 und Flightaware. Trotzdem werde ich in einem extra Blog Beitrag auf die Möglichkeiten eines eigenen Server eingehen.

Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger
Courtesy of Flightradar24.com

Für die Einspeisung Eurer Daten bekommt Ihr übrigens eine Gegenleistung der Anbieter. Bei Flightradar24 erhaltet Ihr dafür die Business Subscription solange Ihr Daten übermittelt. Diese kostet normalerweise 499.99 US Dollar im Jahr. Mit dieser habt Ihr unter anderem keine Werbung mehr, könnt Euch auf 3 Geräten zeitgleich einloggen, Zugriff auf live Wetterdaten und Ihr könnt auf historische Daten bis zu 730 Tage in die Vergangenheit zurück greifen (gegenüber 7 Tagen beim normalen Zugang). Einen genauen Vergleich der unterschiedlichen Subscriptions findet Ihr hier: Flightradar24 subscription plans.


Ich hoffe ich konnt mit dieser Einleitung das Interesse wecken das auch Ihr Euch einen eigenen ADS-B Empfänger zulegt. Solltet Ihr irgendwelche Fragen zum Thema haben scheucht Euch nicht diese in den Kommentaren zu stellen. Bis zum nächsten Beitrag!

Links zu den einzelen Beiträgen der Reihe:

Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger: Hardware

Wir bauen uns einen ADS-B Empfänger: Installation (noch nicht veröffentlicht)

 

2 Comments

  1. Max 25. März 2018 at 09:07

    Cooles Thema und super Beitrag! Bin schon auf die Fortsetzung gespannt… 🙂

    Reply
  2. Pingback: AppReview: Flightradar24 - weekendflyer.de

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